NEWSLETTER - OCTOBER/NOVEMBER 2006


Evangelisch-Lutherische St. Markusgemeinde

Vancouver, B.C. 1573 East 18th Avenue V5N 2H4

Tel.: 604-874-8427



Oktober / November 2006

Eine Hand voll Kind

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

Zwei Bilder haben sich mir in den letzten Tagen eingeprägt. Jedes zeigt „eine Hand voll Kind“, das eine unser erstes Enkelkind Karl Antonio etwa 45 Minuten nach seiner Geburt, am 22.September aufgenommen. Klein, sehr klein das Kind, aber die Umgebung strahlt Geborgenheit aus. Ich weiß, dass dieses Kind behütet ist. Das zweite Bild zeigt auch ein Kind, klein, viel zu klein für sein Alter. Es hängt in einem sackartigen Behältnis an einer Waage, wie wir sie zum Abwiegen von Obst und Gemüse benutzen. Der Raum ringsherum ist trostlos wie der Blick des afrikanischen Kindes. Zwei Bilder, zwei ganz verschiedene Welten.

Im Gedächtnis ist mir der Satz von Kofi Annan: „Es gibt keine heiligere Verpflichtung als die der Welt gegenüber den Kindern!“ Wer selbst Kinder hat, der erinnert sich wahrscheinlich gut an das, was meine Familie in diesen Tagen erlebt hat, ich meine den Moment, in dem Sie zum ersten Mal Ihr Neugeborenes in den Armen hielten. Wie klein! Noch ein wenig feucht von der Strapaze der Geburt. Ein paar Haare nur; verschlossene verklebte Äuglein und winzige, zierliche Finger und Händchen. Ein Neugeborenes, nur eine Hand voll Kind, eine Hand voll Mensch. Und später dann: zu sehen, wie das Kind wächst, Gramm für Gramm zunimmt. Wie es immer lebendiger wird; immer mehr wahrnimmt von seiner Umgebung. Wie es lacht und weint. Und trotz aller schlaflosen Nächte: Es ist wie ein Wunder, was da geschieht. Ein neues Leben findet seinen Platz in der Welt – voll von Neugier und Zukunft.

Das zweite Bild, das ich Ihnen beschrieben habe, auch „eine Hand voll Kind“, spricht eine andere Sprache. Es zeigt keine Zukunft. Ein Kind, geboren in Somalia. Ein Kind, das nur eine geringe Chance hat, älter als fünf Jahre zu werden. Während in unserem Teil der Welt viele Eltern sich sorgen, welche Windeln die richtigen sind, welche Babynahrung am gesündesten ist und welcher Kinderwagen am besten ins Auto passt, sterben in anderen Teilen der Welt jedes Jahr elf Millionen Kinder. Die meisten von ihnen werden nicht einmal fünf Jahre alt. Elf Millionen Kinder jährlich. Das sind mehr als 30 000 Kinder am Tag – so viele wie es Einwohner in manchen Orten gibt. Die Kinder sterben an leicht vermeidbaren Krankheiten wie Masern und Durchfall. Dazu kommt das Fehlen von Nahrungsmitteln und sauberem Wasser. Das Sterben der Kinder geschieht weit entfernt. Ich kann nur wenig tun, es zu verhindern. Da bin ich ohnmächtig. Aber ich kann versuchen, das Sterben wenigstens nicht zu vergessen. Ich kann zu vertrauenswürdigen Organisationen eine Spende geben. Ich kann auf verschiedenen Wegen ein Kind unterstützen. Erst wenn ich meine Möglichkeiten erschöpft habe, darf ich mit Berechtigung sagen: „Ich kann nicht mehr tun.“ Dass es keine sinnvollen Möglichkeiten gibt, Not zu lindern, stimmt nicht.

Erntedankfest ist bei uns Feier der Erntegaben inmitten von Überfluss. Ein großes Fest könnte daraus werden, wenn wir nicht nur danken, sondern auch geben und die Gaben der Schöpfung gerecht verteilen: damit möglichst alle Kinder jeden Tag die Hand voll Reis bekommen, die sie zum Überleben brauchen.

„Du sorgst für das Land und tränkst es: du überschüttest es mit Reichtum“ (Psalm 65.10a). Ja, so ist es. Gott tut seinen Teil, treu jahraus, jahrein. Er überschüttet auch unser schönes Land mit Reichtum, aber es mangelt an dem Willen zum Teilen, bei mir und den Politikern. Dabei muss es jedoch nicht bleiben. Ich bin es dem Gott, der zur Umkehr, zum Umdenken einlädt, schuldig. Heute. Es liegt an mir. Die Politiker müssen mit ihrem Gewissen klar kommen, ich mit meinem. Und das nicht nur vor mir, sondern eben auch vor Gott. „...der mit dem Hungrigen sein Brot teilt und den Nackten kleidet...das ist ein Gerechter.“ (Hesekiel18,7.9)

Ihr Pastor Hardo Ermisch



Bekanntmachungen

Freud und Leid
Das Sakrament der Heiligen Taufe empfing Marlena Sophie Isaak. Möge der Herr den Lebensweg des Kindes segnen und Eltern, Paten, und Großeltern Weisheit geben, ihr im lebendigen Glauben an Jesus Christus Vorbild zu sein.

Erntedankfest
Der Gottesdienst zum Erntedankfest findet am 8.Oktober um 9:30 Uhr statt.

Die Kirche wollen wir am Samstagvormittag (7.Oktober) schmücken. Wir brauchen Ihre Hilfe beim Schmücken der Kirche und bitten um Gaben dafür. Wir bitten Sie, diese bis zum Freitagabend abzugeben. Bitte klingeln Sie im Pfarrhaus.

Gemeindegeburtstag
Am 22.Oktober um 9:30 Uhr findet ein gemeinsamer Gottesdienst zum 45. Jahrestag der Gründung der Markusgemeinde statt, wozu wir herzlich einladen. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein fröhliches Beisammensein bei einem Potluck Lunch geplant. Um die Sache einfacher zu gestalten, bitten wir um "kalte Küche".

Reformationsfest
Den Gedenktag der Reformation begehen wir im Gottesdienst am 29.Oktober.

Adventskranzbinden
Bitte vormerken und einplanen!

Das Kränzebinden findet statt am: Dienstag, dem 28.November - Beginn: 10:00 Uhr

Mittwoch, dem 29. November - Beginn 10:00 Uhr

Jede Hand wird gebraucht. Unkundige werden angelernt. Bitte bringen Sie Ihre Gartenschere mit. Wer über Mittag bleiben kann wird gebeten, sich ein Lunch mitzubringen. Kaffee und Tee stehen zur Verfügung.

Zum Binden der Kränze benötigen wir reichlich Tannengrün. Sollten Sie Zweige haben, die für diesen Zweck geeignet sind, rufen Sie uns bitte rechtzeitig (vor Mitte November) an (604-874-8427). Ebenso brauchen wir einen Weihnachtsbaum für unsere Kirche. Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie einen Baum zur Verfügung stellen können.

Weihnachtsbasar
Am Samstag, dem 2.Dezember findet unser traditioneller Weihnachtsbasar von 10:00 bis 14:00 Uhr im Erdgeschoss der Kirche statt. Wer beim Verkauf oder bei dessen Vorbereitung helfen kann wird gebeten, sich bei Vikarin Gerber (604-299-8434) zu melden.

Frauenkreis
Am 3.Oktober lädt uns die Immanuelkirche (109 E 40th Ave.) zum Harvest Tea ein. Beginn 19:00 Uhr.

Der Literaturkreis trifft sich am 28.November.

Der Gesprächskreis trifft sich am 31.Oktober um 19:30 Uhr im Alten Pfarrhaus. Thema: „Zusammenleben von Moslems, Christen und Juden im spätmittelalterlichen Spanien". Grundlage dafür ist der Roman von Jesús Maeso de la Torre „La profecia del Corán“
Gesprächsleitung: Dr. Erika Plettner

Am 30.November spricht Fritz Holl zum Thema „Gestohlenes Land“ (Die Behandlung der ersten Amerikaner. Ausnutzung technischer Überlegenheit. Europäische Siedlungspolitik.)

Urlaub
Vikarin Gerber ist vom 6.-20 November im Urlaub.



St. Mark’s Evangelical Lutheran Church

Vancouver, B.C. 1573 East 18th Avenue V5N 2H4

Tel.: 604-299-8434



October/November 2006

Then Jesus said to them, "The Sabbath was made to meet the needs of the people, and not people to meet the requirements of the Sabbath."  Mark 2:27

Dear Friends,

We all know that every seventh day is a Sunday. So every seven years one has lived a full year of Sundays. A person who is 21 years old has had 3 years of Sundays for their spiritual needs. Someone who is 35 has had five years of Sundays and someone who is seventy has had 10 years of Sundays. If we go to church every Sunday that is quite amazing. Now some people say that they do not need a church home because they find God in nature. Partly it is true as God seems so close in the quietness of a beautiful forest or standing on the water's edge of a lake. But it is a state of isolation from the people who show us God in their lives. We would not grow in some parts of our faith because we are alone. To miss out on the uniqueness of a good church family is a great deficit.

We sit in silence waiting for the service to begin. We wonder if the Living Lord is going to speak to our inner selves and strengthen our faith. We may know of the Lord touching our lives by the sound of laughter or the cry of a newborn. It could be the message of the day that speaks strongly to us. The sharing of someone's experiences could open a door of new understanding. The music, songs, prayers are rich with opportunities of worship to brighten our day. Jesus wants to tell us that Sunday is an opportunity for us to express our joy and thankfulness.  This is a time of healing and blessings for our week ahead. No one is to be frightened by the pious ones who take their Sundays so seriously that they forget about the humanness of their being. Jesus didn't want the Bible whizzes - the Pharisees to strangle the true meaning of Sunday.

We are to take seriously what we do on Sunday. Jesus talked about being able to pull your ox out of the ditch on Sunday. In other words it was alright and necessary to do things for the good of others on Sunday. Jesus healed on Sunday. Remember that He said that He was the "Lord of Sunday".  But we do need to weigh out our activities for Sunday. So if your ox falls in the ditch every Sunday than you should fill up the ditch. We need to be aware of the real meaning of Sunday. It is to have quality time to be spent in God's word. To be in prayer, praise and thanksgiving gives our lives a wonderful balance.

When I was working in a Kibbutz in Israel we observed the Sabbath on Sunday. A complete day of rest, a special dinner in the evening. The nearest Synagogue was nine miles away and we were in a closed facility because of the danger of the Golan Hills. So when on Sunday morning I had to get up at the crack of dawn to work up to 10 hours in the banana fields, it seemed something was missing. I stuck my little Gideon Bible in my back jeans pocket. At the first break, I pulled it out and asked if I could hold a little devotion time. Yes, the others thought too that something was missing - after all it was Sunday - the Lord's Day. God blessed us with His word that day. We went back to work with a new vibrancy. 

May this beautiful autumn time be filled with days of celebration for you with  special times on Sunday.  Letting the Lord touch you in your life. We have Thanksgiving and our Church's 45th anniversary as the highlights but every single Sunday can be a time of celebration. Give the Lord a change to bless you and strengthen your faith walk. This gives a new vibrancy to go on and out in the world around us.

In His love,
Carole Gerber



Announcements

YOUTH CALENDAR

October 1

CONTEMPORARY SERVICE - 11:00 am

October 6
Broadway Station Outreach - Meet at 6:30 for Prep Time and Prayer.

October 13
Specialty Night of Painting Scenes for the Christmas Play of the Sunday School.

October 20
Bowling Bonanza

October 27
Tough Stuff - "Really I’m Fine" & Monique Game

October 29
Bake Sale

November 3
VERTICAL REALITY

November 10
Broadway Station Outreach

November 17
Movie Night at Metro Town

November 24
All Star Game Night - Devo: Who, What, Where

November 26                         
Bake Sale 

After the English Service on the first Sunday of the month we have a potluck lunch.

Sunday Services for Thanksgiving is on the 8th of October. Please bring your offerings of fruits and vegetables for the church decoration to the parsonage until October 7th.

Our Anniversary celebration is on October 22 with a combined service at 9:30 am. A potluck lunch follows. Please bring cold dishes to make it easier for the people in the kitchen.

Reformation Day will be celebrated on the 29th of October.  This is the Sunday where we set our clocks back one hour.

The Married Couples Group will meet on November 23rd at 5:30 pm to enjoy a good time together. Come and find out about the "Hiding Theme!"

Young Adult Bible Study will meet once a month - October 11th & November 22nd

The English Bible Study comes together on October 17th and November 21st. Our theme is "New Life".

Prayer Group meets October 24th and November 28th.

Freudenquell comes together on October16th and November 22nd. Babette's Feast will be presented and “How do we prepare for the time of Christmas?”

The Sunday School begins to practice for the Christmas Program on October 15th.  Be sure to contact Kecia for the details. 

The German and English Service Sunday School is looking for teachers. Rewards are eternal!

Our Annual Christmas Bazaar is on December 2nd.  Preparation meetings are on October 4 and November 1 at 7:30pm in the Old Parsonage. 

The Binding of the Wreaths will be on November 28 and 29 starting at 10:00am. On December 1, there will an all day set up and preparation time. These are times of bonding together for the opportunity of helping others and supporting our church. There is a need for baked goods, Christmas decorations and food for the buffet. Give Carole a call at 604 299-8434.

FEED YOUR FAITH AND YOUR DOUBTS WILL STARVE TO DEATH!